5 Gründe für Second Hand – Bedenkenlos shoppen

Second Hand Shopping: Warum du mehr Dingen ein zweites Leben schenken solltest.
Ein Jahreszeitenwechsel, ein neuer Lebensabschnitt, eine Kleidergröße weniger oder mehr. Wir alle kaufen gerne und viel – nicht immer weil wir es brauchen, aber vor allem weil wir möchten. Und das ist auch OK so. Dabei muss nicht immer alles abgepackt und niegelnagelneu sein. Hast du nicht auch dieses eine ungetragene Kleidungsstück seit Jahren im Schrank hängen, das noch auf seinen Moment wartet? Solche Teile sind wirklich zu schade, um sie zu entsorgen- also gibst du sie irgendwann ab. Und genau das tun viele andere Menschen auch. Wäre also beim nächsten Mal eine Anschaffung aus "second hand" nicht eine Überlegung wert?

Erste Wahl aus zweiter Hand

So genannte „Fast Fashion“ Unternehmen, wie zum Beispiel Zara, H&M und Primark produzieren brandaktuelle Mode von der Stange zu niedrigen Preisen. Ein Trend jagt dabei den anderen. Zara alleine präsentiert bis zu 24 verschiedenste Kollektionen in einem Jahr. Das führt zu einem erhöhten Kaufverhalten der Konsumenten, aber leider auch zu einer höheren Entsorgung vermeintlich „alter“ Kleidung. Es ist nicht auszuschließen, dass solche Unternehmen auch wissentlich von der Obsoleszenz ihrer Kleidung Gebrauch machen, denn hier zählt Quantität statt Qualität.

Shoppen ohne schlechtes Gewissen – ist das überhaupt möglich?

Ja, ist es. Denn es gibt schon so viel Kleidung auf dieser Welt in allen Schnitten, Farben und Größen, die ein neues Zuhause verdient haben! Im Folgenden liefern wir dir fünf Gründe, warum „Second Hand“ eine starke Alternative ist:

Grund 1: Der Schutz von Umwelt und Gesundheit

Durch den Erwerb aus „zweiter Hand“ landet die Kleidung nicht direkt in der Tonne, sondern bleibt uns im Konsum-Kreislauf länger erhalten. Das bedeutet: Für Dich muss keine neue Kleidung produziert werden. Somit wird beispielsweise der hohe Rohstoff- und Wasserverbrauch,  die Wasserverschmutzung durch Chemikalien während der Herstellung und der CO2-Ausstoß eingedämmt. Nicht schlecht oder?

Wo wir gerade von Chemikalien sprechen: Durch die vorherigen Waschgänge der ehemaligen Besitzer*innen wurden chemische Rückstände aus neuer Kleidung bereits entfernt und können so nicht auf deine Haut gelangen. Second Hand ist also auch gesünder für dich! Außerdem ist die Kleidung garantiert „unverpackt“ und kann bequem im eigenen Beutel mit nach Hause genommen werden.

Grund 2: Gut für den kleinen Geldbeutel

Gute Nachricht: Du sparst auf jeden Fall Geld! Du unterstützt keine Ausbeutung der Arbeiter*innen in den Textilfabriken, musst aber auch keine hohen Summen für faire Kleidung bezahlen. Falls du nicht auf „billig“ stehst – keine Sorge: Es gibt auch Markenkleidung, komplett ungetragene Kleidung und vor allem Vintage-Schätze aus zweiter Hand. Second Hand muss also nicht abgetragen und „billig“ aussehen. Und egal, wie man es dreht und wendet, Second Hand wird immer günstiger sein – sei also gespannt, welches Schnäppchen auf dich wartet.

Bonus beim Kleidertausch:  Er ist völlig kostenfrei!

Grund 3: Gutes tun für die Gesellschaft

Einige Second Hand-Läden werden von karitativen und wohltätigen Organisationen geleitet. Neben den wunderbaren ersten beiden Gründen tust du also auch noch etwas Gutes für die Gesellschaft. Und das nicht nur, indem du dort einkaufst, sondern auch, wenn du deine aussortierte Kleidung/ Gegenstände dort wieder abgibst.

Wahrscheinlich hilft dir dieser Gedanke auch beim Aussortieren deiner Kleidung, wenn du weißt dass sie dann in gute Hände gelangen wird. Second Hand kann eben nicht nur Nehmen, sondern auch Geben bedeuten.

Zu den bekanntesten Organisationen mit Second Hand-Läden dieser Art gehören:

Grund 4: Das mit dem Lebensgefühl

Falls du dir gerne Zeit für Dinge nimmst, ist aus zweiter Hand zu kaufen ein echtes Lebensgefühl! Erfreulicherweise wird Second hand selbst immer mehr zum Trend und „Vintage“ ein echter Look. Am Wochenende mit Freund*innen, Partner*innen, der Familie oder alleine über Flohmarkt schlendern, sich durch Tische wühlen, einen Schatz bergen und sich in Teile schockverlieben. Das alles kreiert Erinnerungen an besondere Orte in Verbindung mit besonderen Kleidungsstücken. Außerdem regt Second Hand deine Kreativität an, Dinge umzufunktionieren und auf dich persönlich anzupassen.

Bonus beim Kleidertausch: Lerne neue Leute kennen, oder triff dich mit Freund*innen zu Hause. Es bereitet ebenfalls Freude, wenn du siehst wie etwas, dass Dir gehört hat eine andere Person glücklich macht!

Grund 5: Das „zweite Leben“ zu schätzen wissen, ist so vielfältig

Du musst dich hierbei nicht nur auf Kleidung beschränken. Möglichkeiten sich Dinge „neu“ aus zweiter Hand anzuschaffen, gibt es auch in folgenden Bereichen:

  • Möbel und Textilien
  • Elektronik/Küchengeräte/Handys
  • Spielwaren
  • Bücher und Zeitschriften
  • Schallplatten
  • Materialien (Erde, Holz)

Besonders stark von unserer Wegwerfgesellschaft ist dabei auch der Lebensmittelbereich betroffen. Auch hier hast du die Möglichkeit durch verschiedene Foodsharing-Initiativen ein zweites Leben zu schenken. 

 

Nachhaltigkeits-Wegweiser

Tipps von uns für dich: Bei Neuanschaffungen kannst du in Zukunft beispielsweise andere über Social Media anfragen oder tatsächlich bei Verwandten, Freunden und Bekannten nachhaken, ob jemand etwas günstig abzugeben oder sogar zu verschenken hat. Dinge, die du nur einmalig brauchst, kannst du auch vielleicht auch einfach leihen, anstatt sie direkt zu kaufen – wie zum Beispiel beim Bücherregal im KiK in Offenburg.

Oft kannst du kaputt geglaubte Dinge auch einfach selbst reparieren. Dafür kannst du dir ruhig mehr zutrauen und z.B.  Kleidung selber flicken oder deinen Handybildschirm/-akku einfach selbst austauschen. Bei professionellen Reparaturen kommt es manchmal vor, dass die Reparaturkosten die einer Neuanschaffung übersteigen. Dass das kein Knock-Out sein muss, beweist das Repair Café. Dort kann deinem kaputten Gerät als letzter Ausweg vor der Tonne bestimmt noch geholfen werden. Wenn wirklich gar nichts mehr geht, könntest du aber natürlich auch coole Upcycling-Projekte ausprobieren.

Klar ist, dass du dich auf Second Hand einlassen musst. Du wirst nach einiger Zeit bestimmt deine Denkweise und Lebenseinstellung nach und nach erst ändern und da ist Second Hand zu kaufen ein guter Anfang. Give it a try!

Nachhaltigkeit beschäftigt sich auch zwangsläufig mit dem Thema Konsum. Auch wenn du ohne schlechtes Gewissen gleichzeitig günstig Shoppen kannst, wirst du wahrscheinlich keine Unmengen an passenden Dingen für dich finden. Wenn du dann aber ein passendes Teil findest, ist die Freude umso größer. Aus all den unterschiedlichen Sachen hast du genau dieses eine Teil herausgezogen. Fast als hätte das Teil eher dich gefunden…

Second Hand-Kleidung, die wahrscheinlich irgendwann einmal Massenware war, bekommt einen individuellen Wert und durch dich einen Charakter. Die Devise und mein persönlicher Tipp an dich lautet:

Weniger Teile im Kleiderschrank haben, aber dafür alles Lieblingsteile!

Weiterführende Informationen

Direkt vor Ort gibt es einige heiße Tipps, die du unbedingt mal ausprobieren solltest:

  • DRK Kleiderlädle
  • AWO Second Hand Shop neben dem Kakadu (Preise bis max. 3€)
  • “City Second Hand” hinter dem Kartstadt
  • “Der Secondhandshop” gegenüber der Kunstschule
  • Retro Second Hand Boutique (Designermode)
  • Kleidertausch (auch an der HS Offenburg und im KiK)
  • Flohmärke allgemein
  • Bücherflohmarkt im KiK

Alle genauen Adressen findest du auch noch einmal gesammelt bei unserer Anlaufstellen-Seite.

Unter den folgenden Links findest du einige empfehlenswerte Second Hand Portale online:

 

Falls du Pinterest hast, pinne das quadratische Bild. Auf diese Weise findest du diesen Beitrag immer wieder und kannst jederzeit wieder darauf zurückgreifen.

Pin für Pinterest: Second Hand

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here