Nachhaltig putzen? Wir zeigen dir wie’s geht

Wie gelingt es mir meinen ökologischen Fußabdruck beim Putzen zu reduzieren?
Eins steht fest: jeder kann nachhaltig putzen und es braucht keine Unmengen an verschieden Reinigungsmitteln, um gründlich zu sein. Häufig reichen hierfür nur wenige Hausmittel, die jeder zuhause hat. Welches Wunderelixier entsteht, wenn man Natron und Kernseife mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinert, erfährst du unten.

Wir schreiben das Jahr 2020. Menschen auf der ganzen Welt fangen an, ihre Kleiderschränke auf den Kopf zu stellen und jeden Winkel des Hauses Grund zu reinigen. Eins sei zu verraten: Es ist nicht der Frühjahrsputz, der sie dazu bewegt, aber das ist ein anderes Thema. Trotzdem ist das Ergebnis dasselbe: Man kramt ein Arsenal an Putzmitteln hervor, um Fenster, Badarmaturen, Kühlschrank und Co. zu reinigen. Dass man mit den bunten 0815-Reinigern aber lediglich Keime gegen Chemie tauscht, ist den Wenigsten bewusst. Aber auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Zahlreiche Ratgeber geben hilfreiche Tipps, wie man die eigenen vier Wände nicht auf Kosten von Umwelt und Gesundheit sauber hält. Wir haben die besten für dich zusammengefasst.

Die Grundausstattung reicht

Man braucht keine Unmengen an verschiedenen Mitteln, um zu putzen – da sind sich die Experten einig. Das Umweltbundesamt rät “Die Klassiker wie Allzweckreiniger, […] Badreiniger und Scheuermilch reichen völlig aus”. Wichtig ist vor allem darauf zu achten ökologisch zertifizierte Putzmittel zu kaufen. Diese sind deutlich weniger schädlich für Umwelt und Gesundheit, sollten aber ebenfalls sparsam verwendet werden – die Dosieranweisungen helfen hier.

Auf (Putz-)Teufel komm raus

Wer die Regale nicht nach den verschiedenen Nachhaltigkeits-Siegeln durchkämmen möchte, macht es einfach selber: Mit nur wenigen Hausmitteln können (fast) alle Putzmittel mühelos ersetzt werden und die Umwelt so auf zwei Wegen geschützt werden. Denn neben den synthetischen Inhaltsstoffen, die in den konventionellen Reinigern zu finden sind, wird so auch der Verbrauch der Hartplastikflaschen auf ein Minimum reduziert.

 Die fünf Zauber-Hausmittel heißen:

  • Zitronensäure
  • Essig
  • Soda
  • Natron
  • Kernseife

Kombiniert lassen sich aus Natron und Co. unzählige umweltschonendere Reinigungsmittel selbst herstellen. Wie, zeigen wir dir anhand des folgenden Beispiels:

DIY-Allzweckreiniger

Löse zunächst 2 TL fein geraspelte Kernseife in etwa 500ml warmem Wasser. Gebe vorsichtig 2 TL Natronpulver und einen Spritzer Zitronensaft dazu. Anschließend lässt du das Ganze abkühlen.


Tipp: Einige Tropfen eines ätherischen Öls sorgen zusätzlich für einen angenehmen Duft.

Wer seinen Allzweckreiniger auch noch nachhaltig aufbewahren möchte, kann den selbst gemachten Reiniger – wie auf dem Bild rechts – in eine Braunglasflasche umfüllen. Zusätzlich mit einem Präge-Etikett versehen, macht sich der DIY-Allzweckreiniger doch ziemlich gut im oder auf dem Schrank – stimmt’s?

Für all diejenigen, denen das Ganze zu lange dauert, haben sich verschiedene Online-Hersteller noch etwas anderes überlegt und eine interessante Alternative auf den Markt gebracht. 

Tschüss Plastik! Hallo Putzmittel-Tabs.

Mit diesem Slogan wirbt der Hersteller der neuen Wunder-Putzpillen von everdrop. Das Konzept dahinter ist einfach. Insgesamt gibt es drei verschiedene nachhaltige Putztabletten, die aus ihrer recycelbaren Papierverpackung direkt in eine mit etwas Wasser gefüllte, wiederverwendbare Flasche mit Sprühkopf eingetaucht werden. Dabei sind sowohl Verpackungen als auch Inhaltsstoffe biologisch abbaubar und 100% vegan. 

Sobald sich der Tab im Wasser aufgelöst hat, kann die Mischung, je nach Tab als Allzweck-, Bad- oder Glasreiniger verwendet werden und somit sämtliche Plastikflaschen ganz einfach ersetzt werden. 

1 Tab = 1 Euro = 1 Putzmittel

Das bedeutet, dass das Ganze nicht nur einfach und umweltverträglich ist, sondern auch geldbeutelfreundlich. Weitere Infos findest du unter www.everdrop.de.

Keimschleuder: Putzlappen​

Nicht nur beim Putzmittel, sondern auch bei Putzutensilien wie Schwämmen, Putzlappen und Co.  sollten man darauf achten, nachhaltig zu denken. Deshalb empfiehlt sich aus Hygiene-Sicht die Reinigungstextilien verschiedener Bereiche wie Bad und Küche auf jeden Fall zu trennen, um eine Übertragung von Keimen und Bakterien weitestgehend zu verhindern. Gleichzeitig sollte man hierbei aber besonders auf Einweg-Materialien verzichten und stattdessen wiederverwendbare Stofftücher verwenden. Diese müssen dann regelmäßig bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen werden.

Bei Putzschwämmen raten Experten zu solchen aus natürlichen Rohstoffen, wie zum Beispiel Luffaschwämme. Sie haben den Vorteil, dass sie mehrfach verwendet werden können, da sie Waschmaschinen-tauglich sind. Im Gegensatz zu den konventionellen Plastik-Schwämmen enthalten sie außerdem kein Mikroplastik und können, wenn sie abgenutzt sind, ganz einfach im eigenen Bio-Müll entsorgen werden.

Weiterführende Informationen

Unter den folgenden Links findest du einige Videos mit Anleitungen für dein kleines, aber feines DIY-Putzsortiment. Viel Spaß beim Selbermachen!

Weitere Anbieter von Tabs:

  • ecotab – Kein Plastik. Volle Putzleistung. Ein Tab.
  • BIOBAULA – Öko Reinigungs Tabs für eine bessere Welt.

Quellen

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