Ist Erderwärmung schlimm?
Durch die voranschreitende Erderwärmung wird ein Wandel des Klimas ausgelöst, der langfristige, aber auch kurzfristige Folgen haben wird. Und ja, das ist schlimm, denn die steigenden Temperaturen machen die Erde über die Jahre hinweg immer schwerer bewohnbar. Während es momentan vor allem Flüchtende vor Kriegen gibt, werden in den nächsten Jahrzehnten auch Menschen wegen des Klimas flüchten. Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden ganze Inselstaaten ausgelöscht und Küstenorte unbewohnbar. Der belebbare Raum auf der Erde wird also kleiner, während die Weltbevölkerung stetig wächst. Weitere gravierende Folgen der Erderwärmung habe ich für dich zusammengetragen:
Folgen für Tiere und Pflanzen
Neben dem Problem, dass sich viele Pflanzen und Tiere an die Situation anpassen, ist das Aussterben vieler bereits im Gange. Folgendes tritt bereits auf:
- Exotische Insektenarten siedeln sich als Folge der Erwärmung auch in anderen Ländern, wie z. B. Deutschland an. [2]
- Die Biodiversität ist gestört, da sich nicht alle Pflanzen und Tiere an die Gegebenheiten anpassen können oder dies nur sehr sehr langsam tun. [3] Die Folge: sie sterben aus.
- Kabeljaue benötigen zum Laichen eine Wassertemperatur von 4 bis 6 Grad – durch die Erwärmung laichen sie insgesamt länger (2-4 Wochen) und schlüpfen dann, wenn sie kaum noch Nahrung finden. Letztlich verhungern und sterben sie. Als Teil einer Nahrungskette fallen sie weg und auch ihre Fressfeinde können aussterben. [4]
- uvm.
Durch die hohen Temperaturschwankungen leiden Korallenriffe vielerorts an Korallenbleiche – sie verlieren erst ihre Farbe und sterben dann ab. Der IPCC veröffentlichte dazu bereits 2018 eine Studie; würde sich nicht schnell etwas ändern, dann sterben 70-90 % aller Korallenriffe weltweit. Korallenriffs sind Ökosysteme und der Lebensraum für viele Tierarten, die dann ebenfalls sterben. [1]
Vergleich: Tote Korallen VS. gesunde
Vergleich: Tote Korallen
VS. gesunde

Foto von Bruno de Giusti (Creative Commens)

Foto von SGR auf Unsplash
Jeder Teil eines Ökosystems trägt seinen Teil zum Bestehen dessen bei. Pflanzen sind Lebensräume und Futter, kleinere Tiere sind Nahrungsquelle von größeren Tieren und die wiederum von noch größeren Tieren. Fällt ein Teil davon weg, bricht das ganze System zusammen.
Hybriden
In der Tierwelt ist es bereits zu Hybriden – also Mischwesen – gekommen. Ein Beispiel hierfür sind die so genannten Prizzlys. Eine Kreuzung aus Polarbär und Grizzly. Diese beiden Spezies sind sich aufgrund von Eisbarrieren bisher nicht begegnet. Da das Eis aber vielerorts schmilzt, und die Barrieren quasi wegfallen, paaren sich nun auch Tiere unterschiedlicher Arten. [5]
Auch andere Tierarten können sich künftig kreuzen, wenn die natürlichen Barrieren verschwinden. Das Problem: die Ur-Tierarten sterben nach und nach aus.
Auch andere Tierarten können sich künftig kreuzen, wenn die natürlichen Barrieren verschwinden. Das Problem: die Ur-Tierarten sterben nach und nach aus.
Waldsterben
Bäume, deren komplettes Erscheinungsbild mehr rötlich ist, als grün, sterben. Und das passiert auf der ganzen Welt. Grund dafür ist der Klimawandel, der unter anderem die Anzahl der alljährlichen Borkenkäfer stark beeinflusst, die Anzahl der Stürme und die starken Wetterumschwünge.
Auch in Deutschland sterben immer mehr Wälder. Die ökologischen Folgen? Bäume verarbeiten bei der Fotosynthese CO2 sind im „voranschreitender Treibhauseffekt“-Szenario also eigentlich unverzichtbar.
Ökonomisch gesehen, fällt der Rohstoff Holz weg. Im Forstbereich arbeiten in Deutschland über 1 Millionen Menschen. [6] Und auch in der Tourismusbranche ist mit Einbußen zu rechnen, denn die meisten Touristen wollen nicht in einen Ort fahren, der für seine schönen Wälder bekannt ist, wenn dort alles kahl und tot ist. Viele Wanderwege sind gesperrt, da die Bäume dort jederzeit umfallen könnten.
Auch in Deutschland sterben immer mehr Wälder. Die ökologischen Folgen? Bäume verarbeiten bei der Fotosynthese CO2 sind im „voranschreitender Treibhauseffekt“-Szenario also eigentlich unverzichtbar.
Ökonomisch gesehen, fällt der Rohstoff Holz weg. Im Forstbereich arbeiten in Deutschland über 1 Millionen Menschen. [6] Und auch in der Tourismusbranche ist mit Einbußen zu rechnen, denn die meisten Touristen wollen nicht in einen Ort fahren, der für seine schönen Wälder bekannt ist, wenn dort alles kahl und tot ist. Viele Wanderwege sind gesperrt, da die Bäume dort jederzeit umfallen könnten.
Folgen für unsere Gesundheit
Da auch wir Menschen Teil eines Ökosystems sind, gehen viele Folgen für Tiere und Pflanzen auch mit der Gesundheit und der Ernährung der Menschen einher. Folgend einige Beispiele:
- Zecken sind länger aktiv und treten vermehrt auf – die Gefahr durch einen Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken steigt. Für das Jahr 2023 gilt eine Warnstufe vor vermehrtem Zeckenauftreten.
- Auch die Übertragung anderer Krankheiten von Insekten auf Menschen und Tiere steigen.
- Gräser und Pollen blühen früher und länger und somit ist auch die Beschwerdezeit von Asthmatikern und Allergikern insgesamt länger.
- Auch Pandemien werden in Zukunft öfter auftreten.
- uvm.
Die Folgen der Erderwärmung für Lebensmittel
Durch die hohen Temperaturschwankungen und Dürreperioden sinken die Erträge aller Lebensmittel weltweit. Dabei ist es egal, ob Obst oder Gemüse, Kaffee, Wein oder auch Fleisch. Der Klimawandel wirkt sich auf alle Lebensmittelbereiche aus, da sie sich teilweise gegenseitig bedingen. [7]
Bereits jetzt im Frühjahr 2023 gibt es in vielen Regionen in Italien nicht genügend Wasser. Der Grund: im Winter gab es weniger Schnee, deshalb ist die Schmelze weniger und die Flüsse führen weniger Wasser. Die Folge: Austrocknungen. Die Landwirtschaft leidet, die Erträge werden geringer, Lebensgrundlagen brechen weg.
Bereits jetzt im Frühjahr 2023 gibt es in vielen Regionen in Italien nicht genügend Wasser. Der Grund: im Winter gab es weniger Schnee, deshalb ist die Schmelze weniger und die Flüsse führen weniger Wasser. Die Folge: Austrocknungen. Die Landwirtschaft leidet, die Erträge werden geringer, Lebensgrundlagen brechen weg.
Die Folgen für das Wetter
Von allem mehr! Mehr Hitzewellen, mehr Starkregen, mehr Orkane und Stürme. Das Wetter wiederum hat einen hohen Einfluss auf die Landwirtschaft, Wälder und Tiere. Womit wir wieder am Anfang wären. [8]
„Infolge des Klimawandels nimmt bereits heute die Zahl und die Stärke der extremen Wetterereignisse zu. Dazu zählen Kälte- und Hitzewellen, Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Flächenbrände. Zwischen 1970 und 2019 kamen durch wetter- und klimabedingte Katastrophen mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben, über 80 Prozent davon in Entwicklungsländern. Die Zahl der wetterbedingten Katastrophen hat sich in den vergangenen 50 Jahren verfünffacht.“ [9]
„Infolge des Klimawandels nimmt bereits heute die Zahl und die Stärke der extremen Wetterereignisse zu. Dazu zählen Kälte- und Hitzewellen, Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Flächenbrände. Zwischen 1970 und 2019 kamen durch wetter- und klimabedingte Katastrophen mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben, über 80 Prozent davon in Entwicklungsländern. Die Zahl der wetterbedingten Katastrophen hat sich in den vergangenen 50 Jahren verfünffacht.“ [9]
Weiterführende Informationen
Folgende Videos fassen das Ganze noch einmal zusammen und zeigen, was vor allem uns Deutsche erwarten wird und was wir tun können.
QUELLEN
[1] Walter Willems (2019): Bedrohte Riffe – Klimawandel verursacht Korallensterben auf haz.de
[2] Heike Zielasko und Falko Pyck (2010): Invasoren aus dem Süden auf sueddeutsche.de
[3] klimafakten.de (2016): Faktencheck: Behauptung: „Pflanzen und Tiere werden sich an den Klimawandel anpassen“ auf klimafakten.de
[4] BR (2018): Wenn der Kabeljau ins Schwitzen kommt auf br.de
[5] James Mallet (2008): Hybridization, ecological races and the nature of species: empirical evidence for the ease of speciation (PDF)
[6] FAKT IST Talkrunde Magedeburg: Waldsterben 2.0 – Unsere Wälder vor dem Kollaps? (Video) auf mdr.de
[7] Peter Carstens (o. J.): Welche Lebensmittel zum Luxusgut werden könnten auf geo.de
[8] BR (2019): Mehr Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Orkane auf br.de
[9] Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2022): Folgen des Klimawandels auf bmz.de
Beitragsbild von elizabeth lies auf Unsplash
[2] Heike Zielasko und Falko Pyck (2010): Invasoren aus dem Süden auf sueddeutsche.de
[3] klimafakten.de (2016): Faktencheck: Behauptung: „Pflanzen und Tiere werden sich an den Klimawandel anpassen“ auf klimafakten.de
[4] BR (2018): Wenn der Kabeljau ins Schwitzen kommt auf br.de
[5] James Mallet (2008): Hybridization, ecological races and the nature of species: empirical evidence for the ease of speciation (PDF)
[6] FAKT IST Talkrunde Magedeburg: Waldsterben 2.0 – Unsere Wälder vor dem Kollaps? (Video) auf mdr.de
[7] Peter Carstens (o. J.): Welche Lebensmittel zum Luxusgut werden könnten auf geo.de
[8] BR (2019): Mehr Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Orkane auf br.de
[9] Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2022): Folgen des Klimawandels auf bmz.de
Beitragsbild von elizabeth lies auf Unsplash