10 Gründe gegen den Kauf von Nestlé-Produkten

"Wie fragwürdig möchtest du wirtschaften?" Nestlé: Ja!
Zugegeben, besonders sachlich ist der Titel nicht, aber wenn man Nachhaltigkeit in allen seinen Facetten betrachtet, dann kommt man um Nestlé nicht herum. Um eines gleich vor weg zu nehmen, ökonomisch gesehen, ist bei Nestlé alles im Lot. Aber dass dieses Unternehmen ihren Wohlstand zu Lasten der Umwelt und der Menschen aufgebaut hat, ist mehr als fragwürdig.

Ja, ich weiß: ein Kommentar kommentiert einen Umstand und gibt die eigene Meinung zum Besten. Ich meckere gerne fundiert, deshalb gestaltet sich dieser Kommentar so, dass ich von Anfang an schreibe, dass Nestlé ein echter Scheißverein ist und die Gründe dafür folgen. Der Kommentar wäre doch reichlich kurz, denn hiermit dann auch schon wieder fertig. Ich bin wütend und traurig darüber wie Nestlé mit unserer Erde, mit den Menschen und Tieren umgeht, deshalb könnte der Beitrag hier und da etwas unsachlich rüberkommen. Aber hey: Wer die Kraftausdrücke nicht ehrt, meckert nur halbherzig!

Ethisch, ökologisch und sozial fragwürdig

Nestlé ist der weltgrößte Lebensmittelhersteller. Man möchte meinen, dass sich das Unternehmen daher seiner Verantwortung bewusst ist. Leider ist dem (wie’s scheint) nicht so – der Weg nach oben an die Weltrangliste führte unter anderem über unten angeführte Gründe. Um sich darüber bewusst zu werden, wie groß das Unternehmen ist und wie viel Einfluss sie haben: An der Börse ist Nestlé aktuell 270 Milliarden Euro wert. Das ist doppelt so viel wie bspw. Daimler oder Volkswagen. Den höchsten Absatz macht der Konzern in Amerika, China, Frankreich und Brasilien. Deutschland macht nicht mal 3% des Gesamtumsatzes aus. Der Umsatz steigt immer weiter an und das obwohl doch eigentlich viele schon einmal gehört haben, dass Nestlé Dreck am Stecken hat. Da hierzu noch viel Unwissenheit herrscht, folgen nun 10 sehr gute Gründe, warum Nestlé-Produkte nicht in deinem Einkaufswagen landen sollten: 

    1. Profit mit Ernährung
    2. Wasserrechte
    3. Kinderarbeit / Kindersklaven
    4. Tierversuche
    5. Müll
    6. Palmöl
    7. Zucker in Produkten für Kinder
    8. Baby-Morde in den 70ern
    9. Fragwürdige Werbung
    10. Frostschutzmittel in Tierfutter
10 Gründe dafür, dass Nestlé ein Scheißverein ist

Die Gründe im Detail...

Der ein oder andere Grund ist dir vielleicht schon einmal begegnet. Die angegebene Reihenfolge hat übrigens keine Bedeutung, denn, wenn wir mal ehrlich sind, sind alle diese Gründe zu viel.

1. Profit mit Ernährung

Jeder der angeführten Gründe ist Teil der Nestlé-Mission: Profit mit Ernährung und das auf Kosten von Menschen, Tieren und Umwelt. 

Nochmal zur Erinnerung: Ernährung ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Vor allem in Ländern, die ohnehin nicht viel Geld haben oder nicht auf Ressourcen zurückgreifen können, wie wir in Europa, leiden unter der Ausbeutung von Nestlé. Dazu in den nachfolgenden Gründen mehr.

2. Die Sache mit den Wasserrechten

Stelle dir vor du lebst in einer Stadt, die bekannt für ihre umliegenden Quellen ist. Ein Lebensmittelkonzern pumpt das Wasser ab, füllt es in Plastikflaschen und verkauft es dann für viel Geld im ortsansässigen Supermarkt und in den umliegenden Ländern. Im Ort gibt es ein paar Quellen und diese möchte der Konzern privatisieren, sodass die Anwohner kein Wasser mehr direkt aus der Quelle trinken können. 

Die Dokumentation “Bottled Life” zeigt die fragwürdigen Geschäfte von Nestlé mit Wasser. 

Genau das passiert in verschiedenen Ländern. Nestlé pumpt die Quellen leer und die Anwohner müssen das abgefüllte Wasser kaufen, weil sie sonst keines haben. Dass sich das nicht jeder leisten kann, ist Teil des Problems. Wer ist Nestlé eigentlich, dass sie sich das Recht herausnehmen über eine Ressource der Erde zu entscheiden? Schlimmer noch: das lebensnotwendige Wasser für Tausende?

Übrigens pumpen sie auch, wenn das Land und die umliegenden Bauern aufgrund von Trockenheit Probleme haben ihre Felder ordentlich zu bestellen. Nestlé raubt diesen Menschen also die Lebensgrundlage und das nicht nur im daily business, sondern auch wenn sowieso schon viel zu wenig da ist. 

3. Kinderarbeit und -sklaven

Kinder zwischen 11 und 14 Jahren werden von Farmern als „Arbeiter“ akquiriert. Den Eltern wird erzählt, dass die Kinder arbeiten und viel Geld mit nach Hause bringen werden. Die Wahrheit ist aber eine andere: die Kids werden von den Farmern “gekauft” und für umgerechnet 250 € quer durch den Kontinent gefahren und arbeiten dann unentgeltlich auf den Feldern. Sie bekommen wenig bis kein Essen und hausen in selbst gebauten Hütten im Wald. Ihr Werkzeug ist eine Machete. Ihre Familien sehen sie nie wieder.

Das größte Problem sind hier vor allem die niedrigen Preise für Kakao-Bohnen. Umso niedriger der Betrag ist, den die Bauern bekommen, desto höher ist die Gefahr für Kinder, denn Erwachsene Farmarbeiter, die bezahlt werden müssen, können sich die Farmer nicht leisten. Aber auch das ist noch nicht das Hauptproblem – es sind die Konsumenten, die von Firmen Schokolade kaufen, die dafür bekannt sind, dass sie es bei der Beschaffung von Kakao-Bohnen nicht so genau nehmen. Vor allem Nestlé und Cargill sind dabei immer wieder in der Kritik, denn sie kaufen die Bohnen, obwohl sie wissen, dass sie von Kindern geerntet wurden.

Die Anzahl der Kinderarbeiter wächst jährlich immer mehr an, weil auch die Nachfrage nach Kakao-Bohnen immer mehr ansteigt. Weltweit arbeiten 2 Millionen Kinder auf Kakao-Farmen. Fucking 2 Millionen!

4. Tierversuche

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich benutze seit Jahren gar keine Kosmetik, die an Tieren getestet wurde. Ich finde nicht, dass andere Lebewesen für meine Körperpflege leiden sollten. Das kann ich mit meinem Gewissen absolut nicht vereinbaren. 

Nestlé ist seit ein paar Jahren auch im Botox-Bereich tätig. Botox ist ein Nervengift, das Falten glättet. Um die Dosierung zu testen, spritzen sie es Mäusen beim so genannten LD50-Test. Das Gift wird ihnen in den Bauchraum injiziert, um zu ermitteln bei welcher Dosis die Tiere sterben. Da das Gift die Atemmuskulatur der Mäuse lähmt, ersticken sie qualvoll. In Europa sterben auf diese Weise 400.000 Mäuse jährlich.

In den Quellen findest du eine Übersicht zum Download mit den Logos, auf die du beim Kosmetikeinkauf achten kannst, um tierversuchsfreie und vegane Kosmetik zu kaufen.

5. Müll so weit das Auge reicht

Kaffeekapseln

Das Geschäft mit Kapselautomaten zur Kaffee- und Teezubereitung boomt. Allein in Deutschland verursachen diese Kapseln jährlich einen Müllberg von 8.000 Tonnen, das sind etwa 3 Milliarden Kapseln. 

Eine Espresso-Kaffeekapsel enthält im Schnitt 5 Gramm, Barista benutzen für einen Espresso mit losem Fair-Trade-Espresso-Pulver etwa 7 Gramm für 25 Mililiter. Eine Nespresso-Kaffeekapsel kostet 38 Cent. Ein Espresso, zubereitet aus Pulver, kostet etwa 0,001409 Cent. Auf einen Kilo berechnet ergeben sich für die Kaffekapseln ein Preis von 63,33 € und für das Pulver 23,48 €. Wer schmeißt denn freiwillig 1/3 mehr Geld aus dem Fenster und produziert dabei auch noch so viel Müll?

Ey, ihr Kaffeekapseln-Konsumenten ist euer Konsum nur ein Ausdruck eures hohen Lebensstandards oder habt ihr nie genauer nachgerechnet?  Mal ganz davon abgesehen, dass die Kaffeebohnen wahrscheinlich von Kinderhänden gepflückt wurden und ihr extrem viel unnötigen Müll produziert, der sich auch in 20 Jahren noch nicht zersetzt hat:

was bleibt da übrig?
Ein gutes Gewissen ja wohl nicht!

Tausche Kapsel gegen Bohne

Da man auf jeden Fall wissen sollte, worüber man meckert, habe ich bei Bekannten mal einen Espresso aus der Kapsel probiert – ist schon lecker, auch sehr einfach in der Zubereitung und es fliegt nach dem Kochen nicht überall das Kaffeepulver rum. ABER ich tausche eine Zubereitung von der Bohne, übers Mahlen bis hin zu Kochen und der schier endlosen Freude auf den Kaffee beim Warten, echt gern gegen Müll und Kinderarbeit. Da streitet man sich dann auch nicht über Geschmack, sondern darüber, was man ethisch und ökologisch mit sich vereinbaren kann. Dass es außerdem viel günstiger ist, ist natürlich ein netter Nebeneffekt.

Kleinstpackungen

Kaum zu glauben, aber in den afrikanischen Ländern steht Maggi hoch im Kurs. Die Würze und andere Produkte des Megakonzerns werden in sogenannten Sachets verkauft. Das sind kleine Plastiktüten, deren Inhalt etwa eine Portion ist. Die großen Packungen kann sich dort niemand leisten. Auch hierzulande gibt es Nestlé-Produkte in Kleinstpackungen, die verhältnismäßig teurer sind als die Großpackungen. 

Kurz: Kleinstpackungen = teurer + mehr Müll. Schlechte Rechnung! (again!)

6. Palmöl-Verwendung

Palmöl macht Süßigkeiten wie Schokolade geschmeidig, sahnig und glänzend.

Der Abbau von Palmöl zerstört aber auch die Lebensräume von Orang-Utans und anderen Lebewesen. Die Anbauflächen müssen nämlich zunächst gerodet und verbrannt werden. Jährlich kommen so abgerodete Flächen von bis zu 1 Millionen Fußballfeldern zusammen. Die Brände tragen zudem durch die CO2-Emissionen zur Erderwärmung bei.

Und noch ein weiteres Problem birgt das Palmöl: es wird auch oft von Kinderhänden geertet.

Palmöl macht Süßigkeiten wie Schokolade geschmeidig, sahnig und glänzend.

Der Abbau von Palmöl zerstört aber auch die Lebensräume von Orang-Utans und anderen Lebewesen. Die Anbauflächen müssen nämlich zunächst gerodet und verbrannt werden. Jährlich kommen so abgerodete Flächen von bis zu 1 Millionen Fußballfeldern zusammen. Die Brände tragen zudem durch die CO2-Emissionen zur Erderwärmung bei. Palmöl wird übrigens auch oft von Kinderhänden geertet.

Mehr zum Thema erfährst du im Video von Pan Ecco. PE ist eine Stiftung, die sich für den Erhalt und den Schutz der Lebensräume diverser Tiere einsetzt.

7. Viel zu viel Zucker in Produkten für Kinder

Über Schlagzeilen, wie „Deutschland wird immer adipöser“, wundert sich niemand mehr, wenn man sich darüber bewusst wird, wie viel Zucker in Produkten für Kindern tatsächlich enthalten ist. Vor allem Nestlé gerät dabei immer wieder in die Kritik. Die WHO führte dazu mehrere Studien durch und fand heraus, dass bspw. Frühstücksflocken für Kinder zu 50% aus Zucker bestehen. Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert Nestlés Lebensmittel speziell für Kinder. In den Werbefilmen wird nämlich gesagt, dass die Produkte besonders gesund und wichtig für Kinder sind. Letztlich bestehen sie aber aus viel zu viel Zucker und sind so sehr ungesund. 

8. Baby-Morde in den 70ern

Ja, du hast richtig gelesen: Baby-Morde.

Nestlé warb in den 70ern in Dritte Welt Ländern sehr aggressiv für ihr Milchpulver und schenkte anfangs Probierpakete an junge Mütter. Einmal an das Milchpulver gewöhnt, kauften sie es immer wieder nach. Das Problem: das Milchpulver ist so teuer, dass sie es sich nicht leisten können sauberes Wasser für die Zubereitung hinzu zu kaufen. Sie nahmen deshalb das dreckige und unabgekochte Wasser aus Flüssen und Seen. 

Das Milchpulver-Problem besteht bis heute: Diese “falsche” Zubereitung führt bei den Babys zu Bauchschmerzen und Durchfall und als Spätfolge dann zum Tod. 

Ja, du hast richtig gelesen: Baby-Morde.

Nestlé warb in den 70ern in Dritte Welt Ländern sehr aggressiv für ihr Milchpulver und schenkte anfangs Probierpakete an junge Mütter. Einmal an das Milchpulver gewöhnt, kauften sie es immer wieder nach. Das Problem: das Milchpulver ist so teuer, dass sie es sich nicht leisten können sauberes Wasser für die Zubereitung hinzu zu kaufen. Sie nahmen deshalb das dreckige und unabgekochte Wasser aus Flüssen und Seen. 

Das Milchpulver-Problem besteht bis heute: Diese “falsche” Zubereitung führt(e) bei den Babys zu Bauchschmerzen und Durchfall und als Spätfolge dann zum Tod. 

9. Fragwürdige Werbung

Apropos Werbung: Auf den Philippinen wird damit geworben, dass Nestlé-Milchpulver die Kinder später besonders intelligent und schön macht. Die Plakate zeigen Kinder in Arztkitteln und kleine Mädchen, die wie Models posen. In den ärmsten Vierteln des Landes glauben die Mütter den Werbeplakaten und kaufen, von ihrem ohnehin schon knappen Geld, teures Nestlé-Milchpulver.  Sie wollen, dass es ihre Kinder später besser haben und diese dienen nicht zuletzt auch als Hoffnungsträger aus den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen zu entfliehen. Hier wohnen Familien auf sehr beengtem Raum (> 5 qm für 4 Personen) in Hütten, die teilweise einsturzgefährdert sind und Hygiene komplett vermissen lassen. Profit mit Ernährung? Auch das ist ein Paradebeispiel für einen bereits genannten Grund. Da das ein Kommentar ist, darf ich fragen:

Wie ekelhaft kann man sich eigentlich
gegenüber (armen) Menschen verhalten?

10. Frostschutzmittel in Tierfutter

Von allen Dingen, die man in Tiernahrung stecken könnte, ist Frostschutzmittel wohl das absurdeste. In den USA sterben immer mal wieder Hunde an Organversagen nach dem Genuss von Nestlés Tierfutter. Der Inhaltsstoff Propylenglykol ist als Konservierungsstoff sogar erlaubt. Da Nestlé es in Beneful-Produkten aber in Industriestandardqualität (ist günstiger), also eigentlich für die Autoindustrie, verwendet, kann man sich vorstellen, wie schädlich es ist, wenn es lange Zeit konsumiert wird. 

Eine Frage der Ethik: Boykottieren oder weiter kaufen?

Obwohl ich so viel Freiheit in einem Kommentar habe, werde ich dir jetzt nicht sagen, was du tun und lassen sollst. Überdenke deinen Konsum und frage dich, ob du eine Firma unterstützen möchtest, die am anderen Ende der Welt auf die Würde des Menschen scheißt. Nur weil es so weit weg ist, geht es uns ja nicht weniger etwas an. Da ist sie wieder: die Privileg-Klatsche! Wir haben nämlich den Luxus der Entscheidung: wir können selbst wählen, was wir kaufen! 

Alle Produkte von Nestlé

Um dir beim Überdenken zu helfen, folgen in diesem Abschnitt die wichtigsten Marken (und Produkte), die es bei uns in Deutschland zu kaufen gibt. Zu Nestlé als Großkonzern gehören auch die Tochterunternehmen Nespresso, Garato, Purina, Gerber, Nestlé Waters, Blue Bottle Coffee, Dreyer’s, Uncle Tobys, Chameleon Cold Brew, Sical, Sweet Leaf Tea, uvm. Auch Loreál gehört zu 30% mit zu Nestlé.

Fertiggerichte

  • Maggi
  • Wagner
  • Buitoni
  • Herta
  • Tomy

Tiernahrung

  • PURINA
  • Felix
  • Beneful
  • Cat
  • Fancy Feast

Kaffee & Kakao

  • Nescafé
  • Nespresso
  • Nesquik

Süßigkeiten

  • KitKat
  • Choco Crossies
  • Cini Minis
  • After Eight
  • Smarties

Wasser

  • Nestlé Pure Life
  • San Pellegrino
  • Vittel
  • Perrier
  • Poland Spring

Milchprodukte und Eis

  • Nestlé LC1
  • Häagen-Dazs
  • Mövenpick
  • Schöller

Parfüms

  • Ralph Lauren
  • Yves Saint Laurent
  • Stella McCartney
  • DIESEL
  • Giorgio Armani

Kosmetik

  • Garnier
  • Maybelline New York
  • VICHY
  • BIOTHERM

Nestlé ist Teil eines größeren Problems: MONSANTO

Nestlé ist Teil eines Eisbergs, dessen Spitze Monsanto ist. Monsanto ist eine Firma, die gentechnisch verändertes Saatgut und Unkrautvernichtungsmittel produziert. Seit den 1990er Jahren sind zudem gentechnisch veränderte Feldfrüchte (vor allem Soja, Baumwolle und Mais) allgemein hinzugekommen. Sie sind immer wieder wegen dem umstrittenen Einsatz von Glyphosat in den Medien.

Artensterben und Glyphosat

Glyphosat, das von Monsanto als Roundup verkauft wird, tötet alle Pflanzen – ausgenommen derer, die gentechnisch verändert wurden. Das Unkrautvernichtungsmittel gilt als krebserregend und kann bei Ungeborenen Missbildungen hervorrufen und ist mit für das  weltweite Bienensterben verantwortlich.  Auch am (Aus-)sterben einiger anderer Tierarten im Agrarbereich ist Glyphosat beteiligt. Die Äcker, und vor allem die Wildpflanzen dort, sind die Lebensräume von Vögeln und Insekten, die wiederum Bestandteil der Nahrungskette für andere Lebewesen sind. Bricht eines der Glieder diese Kette weg, hat das sehr große Folgen für die Artenvielfalt. 

In einer Publikation von BUND wird von 12 Studien an Ratten und Mäusen berichtet, von denen mindestens in 7 signifikante Anstiege von Tumoren unter Einfluss von Glyphosat aufwiesen. Trotz all dieser Erkenntnisse gibt es keine Verbote des Vernichters.

Die Regale sind voller Monsanto-Produkte

Zugegeben, guckt man sich die Liste der Firmen und Produkte an, die unter Monsanto stehen, könnte man zunächst denken: “Mist, da bleibt nicht viel übrig” Aber: sei beruhigt, es gibt sehr viele Alternativen  – versprochen! Das nächste Mal einfach beim Einkaufen etwas aufmerksamer das Logo studieren. Es gibt einen Haufen anderer Produkte, die nicht fragwürdig hergestellt wurden und nicht unterwegs die Lebensräume von tausenden von Tieren zerstört haben. Klingt furchtbar überzogen, oder? Es ist aber leider die Wahrheit.

Folgend ein kleiner Auszug an Firmen, die Monsanto-Produkte verwenden:

  • Nestlè
    • Liste siehe oben
  • Danone
    • Actimel, Activia, Evian, Volvic, Alpro uvm.
  • Coca Cola
    • die Limonaden, Nestea, Bon Aqua, Apolnaris, Powerade uvm.
  • Kelloggs
    • Special K uvm.
  • Mars
    • Uncle Ben’s, Ebly, Wrigley (Big Red, Orbit) uvm.
  • Pepsico
    • Pepsi, 7up, Tropicana uvm.
  • Mondelenz
    • Jacobs, Tassimo, Milka, Capri Sun, Daim uvm.
  • Unilever
    • Rama, Lipton, Axe, Langenese, Dove, Knorr, Duschdas uvm.
  • Procter & Gamble
    • Braun Gilette, Pantene, Oral-B, Febreze, Ariel, Wick uvm.

Eine Gesamtübersicht  gibt’s unten als Download.

Fazit

Puh. Um jetzt den Bogen zum Thema Nachhaltigkeit zu ziehen: Das was Nestlé macht, schadet der Umwelt, den Tieren und den Menschen – sie handeln also weder ökologisch, noch sozial nachhaltig. So viel ist klar! 

Nestlé- und Monsanto-Produkte kaufen oder nicht? Das ist meiner Meinung keine Frage des Geschmacks, des Preises oder der Gewohnheit. Es ist eine Frage der Ethik, des Moralischen und dem was man mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann und was nicht. Es hat übrigens noch niemandem geschadet über den eigenen Tellerrrand zu gucken und etwas Neues, fern der Gewohnheit, auszuprobieren. Gesünder für dich und unsere Welt ist es allemal ♥

Weiterführende Informationen

Diesmal verschwimmen die Quellen und die weiterführenden Informationen etwas, da einige Dokumentation darunter sind, die ich jedem empfehlen würde, der sich über Nestlé informieren möchte.

Folgende Reportagen habe ich mir zum Thema angesehen. Ich kann nicht empfehlen sie alle an einem Tag zu gucken – das macht einen echt wütend und traurig.

Dokumentationen von Miki Mistrati

[V1] Kindersklaven schuften für Nestlé & Co. (YouTube)

[V2] Das schmutzige Geschäft von Nestlé (YouTube)

Der WDR Markencheck

[V3] Der Nestlé-Check Teil 1 (YouTube)

[V4] Der Nestlé-Check Teil 2 (YouTube)

Joachim Walther im Auftrag von ZDF/3SAT

[V5] Das Geschäft mit der Armut (YouTube)

Welt im Wandel.TV-Talk mit Marion Schimmelpfennig

[V6] Die Getränke-Mafia: Skandalöse Praktiken der Lebensmittelindustrie (YouTube)

ab 13:40 geht es um Nestlé

Wasserrechte

Jana (2019): Warum Nestlé so unbeliebt ist auf orange.handelsblatt.com

+ die Dokumentationen von Miki Mistrati. (ein Umschalter weiter oben bei “Konsumierbar” verlinkt)

 

Kinderarbeit / Kindersklaven

INKONTA (2019): Info-Broschüre “Kinderarbeit – Die bittere Seite der Schokolade” als PDF downloadbar.

+ die Dokumentationen von Miki Mistrati. (ein Umschalter weiter oben bei “Konsumierbar” verlinkt)

Tierversuche

Ärzte gegen Tiervreuche (2017): Nestlé für immenses Tierleid verantwortlich auf aerzte-gegen-tierversuche.de

Müll

Kaffekapseln

Quarks (2018): Darum sind Kaffeekapseln nicht umweltfreundlich auf quarks.de

Verwendetet Zahlen: Nespresso-Kapseln und Bio Fairtrade-Kaffee-Pulver

Kleinstpackungen und Maggi

[V3] Der Nestlé-Check Teil 1 (YouTube) ab Minute 14

Palmöl

Flatley, Annika (2019): Palmöl-Report: Nestlé bezieht Palmöl aus Kinderarbeit auf utopia.de

Zucker in Produkten für Kinder

Haefely, Andrea (2019): Babynahrung von Nestlé – Zucker im Schoppen auf beobachter.ch

welt.de (2012): Foodwatch prangert Nestlés Kinderlebensmittel an auf welt.de

Baby-Morde in den 70ern

Reinarz & Dester (2016): Nestlé und sein Milchpulver: Eine Erfolgs- und Leidensgeschichte auf srf.ch

[V4] Der Nestlé-Check Teil 2 (YouTube) ab Minute 22:14

Fragwürdige Werbung

[V4] Der Nestlé-Check Teil 2 (YouTube) ab Minute 25

Frostschutzmittel in Tierfutter

Beilhammer, Marius (o.J.): Die Hundefutter-Hersteller: Tierversuche, Plastik im Hundefutter und andere unschöne Schlagzeilen auf hundebibel.de

Montagscheck von ARD (2015): Wie gefährlich ist das Hundefutter von Nestlé? (Stand: Juli 20)


+1 Monsanto

BUND (o.J.): Glyphosat auf dem Prüfstand auf bund.de

BUND (2017): Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden auf bund.de [PDF]

Downloads

Wenn du magst, kannst du folgende Listen der Nestlé- und Monsanto-Produkte herunterladen und ausdrucken:

PDF-Download Monsanto

Downloads

Wenn du magst, kannst du folgende Listen der Nestlé- und Monsanto-Produkte herunterladen und ausdrucken:

PDF-Download Monsanto

Ich habe sie in meiner Küche hängen, damit ich beim Einkaufszettelschreiben dran denke, was ich nicht kaufe.

Download: Tierversuchsfreie, vegane Kosmetik [Logos]

Auf welche Logos du beim Einkaufen von Kosmetik achten kannst, um keinen Tieren Leid zu zufügen? Bei Ärzte gegen Tierversuche kannst du eine Liste [PDF] downloaden.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für die ausführliche und sehr gute Zusammenfassung!! Nestlé-Produkte gibt’s bei mir schon seit Jahren nicht mehr, aber hinter welchen Marken Monsanto alles steckt, erschreckt mich gewaltig.. Alpro.. super, da denkt man, man tut was gutes, wenn man Soja- statt Milchjoghurt ist… Falsch gedacht.. Auch unsere geliebte Milka-Kuh ist mit von der Partie?!?
    Jetzt muss ich mein Kaufverhalten erneut überarbeiten. Aber es zeigt mir mal wieder: am besten beim Ökobauern im Dorf und im kleinen Bioladen an der Ecke einkaufen. Da kann man wenigstens nicht ganz so viel falsch machen.
    Und natürlich ist auch eine Frage die Menge: wie viel brauche ich denn wirklich? Müssen meine Schränke voller Vorräte sein, die ich doch nie esse? Und kann ich Nahrungsmittel aus Übersee (Kaffee, Bananen, Avocado, Schokolade) weniger und mehr regionales und saisonales kaufen..

  2. Auch von mir ein großes Danke, für diesen ausführlichen Kommentar, liebe Marjana. Ich lebe mittlerweile seit einem Jahr hauptsächlich vegan, weil ich nicht mehr ansehen kann wie mit den Tieren auf den Bauern-, Schlachthöfen und in den Transporten umgegangen wird. Gerade für den Veganismus “werben” viele strikte VeganerInnen mit dem Argument auf pflanzliche Produkte zurückzugreifen sei viel nachhaltiger. Das stimmt zu einem bestimmten Grad auch, dennoch muss man sich immer wieder vor Augen halten, dass gerade Weltkonzerne Trends erkennen, aufgreifen, mit geschicktem Marketing verschleiern und zu ihren Gunsten nutzen. Ich habe vorgestern beispielsweise erst erfahren, dass Provamel auch gentechnisch veränderten Soja verwendet, weil mittlerweile ein Teil von Alpro, die von Danone, die von Monsanto. Ich dachte mir nie was dabei, weil mein lokaler Biomarkt Provamel verkauft(e). Jetzt im Nachhinein fällt mir auf, dass Provamel (Alpro) letztes Jahr das Verpackungsdesign geändert hat und die Produkte mittlerweile verwässert schmecken. Es kann doch nicht sein, dass man vor und bei jedem Einkauf erstmal Recherche betreiben muss?!

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